Oberflächenrissprüfung

Das Wirbelstromverfahren

Das Wirbelstromverfahren nach DIN EN ISO 15548 ist ein zerstörungsfreies und berührungsloses Verfahren zur Prüfung von Materialien. Es erfasst Materialfehler, wie Risse, Überwalzungen, Poren oder Punktfehler an der Materialoberfläche. Zusätzliche Medien wie Kopplungsflüssigkeiten werden nicht benötigt. Die Prüfung von Komponenten mit empfindlichen Oberflächen ist problemlos möglich.

 

Prüfung auf Materialrisse

Zur Rissprüfung wird die zu prüfende Oberfläche des Prüflings von einer oder mehreren Wirbelstromsonden berührungslos abgetastet. Dazu wird der durch eine Mechanik in Rotation versetzte Prüfling von einer feststehenden Sonde abgetastet. Alternativ tastet eine rotierende Sonde das ruhende Prüfmaterial ab. Es kann entweder eine Prüfspur über dem Umfang mit einer Sonde oder mehrere Prüfspuren mit parallel angeordneten Sonden aufgenommen werden. Die Auswahl der Sonden ist abhängig von der Bauteilgeometrie, der Taktzeit und der Fehlerspezifikation. Die Sonden können auf Kundenwunsch individuell an die Bauteilkontur angepasst werden.

Die berührungslose Wirbelstromrissprüfung lässt sich in komplexe Fertigungsabläufe integrieren. Die Prüfergebnisse können online dokumentiert und Daten für die Dokumentation einfach aufgearbeitet werden. Zudem findet eine automatische Sortierung der Komponenten in Gut- und Schlechtteile im Anschluss an die Prüfung statt.