Restlebensdauer

TUBELIFE

USTT/MP hat eine eigene Software zur Bestimmung der Restlebensdauer entwickelt, da keine aktuellen, öffentlich zugänglichen Regelwerke oder Verfahren zur Restlebensdauer von Reformerrohren verfügbar waren; insbesondere keine Methode zur Ermittlung der Restlebensdauer, bei der Messdaten einfließen.

Wir verwenden Grundsätze und Elemente von der Konstruktion nachgelagerten Normen wie API 571, API 579, R5 und/oder BS 7910. Allerdings besteht zu diesen nur eine indirekte Verbindung, da die Normen formal keine Teile oder Module aufweisen, die der Komplexität im Hinblick auf die Restlebensdauer von Reformerrohren Rechnung tragen.

Beim Restlebensdauermodell von USTT/MP wird die kumulierte Dehnung für einen bestimmten Zeitraum oder das Alter des Rohrs zugrunde gelegt, um die Restlebensdauer abzuschätzen. Das Konzept basiert auf dem Grundsatz, dass die durch wiederholte Prüfung summierte Dehnung ein sinnvolles Mittel zur Prognose der Materialschädigung und verbleibenden Rohrlebensdauer ist. Bei der Analyse werden bei der Wirbelstromprüfung ermittelte Anzeichen für Schäden an der Rohrwandung hoch bewertet, da Risse darauf hindeuten, dass ein Ausfall des Rohres unmittelbar bevorsteht. Selbstverständlich fließen die per Laser ermittelten Durchmesserdaten bei der Ermittlung der Belastung durch die Software mit ein.

Bei dem Modell werden mehrere Schädigungsmechanismen berücksichtigt, die bei Reformerrohren auftreten können. Hierzu zählen die thermische Alterung/Entfestigung, Dehnungsentfestigung, Vergröberung der Kornstruktur (insbesondere Sekundärkarbide) und Erhöhung der mobilen Versetzungsdichte, Ausbildung und Wachstum von Poren durch Kriechen. Die Integration verschiedenartiger Schädigungstypen ermöglicht eine realistische Einschätzung der Restlebensdauer, die auf der bisherigen kumulativen Dehnung des Rohres basiert.

Remaining life assessment for steam methane reformers (SMR) (EN)